SVP St.Gallen: 3. Röhre und drittes Gleis jetzt realisieren

Die SVP der Stadt St.Gallen hat ihre Stellungnahme zur Vernehmlassung «Verkehr ’45» eingereicht. Sie fordert die rasche Realisierung der dritten Röhre des Rosenbergtunnels mit der Teilspange Güterbahnhof–Liebegg sowie des dritten Gleises zwischen St.Gallen und Gossau. Die Ostschweiz muss auf der Strasse und auf der Schiene vorangebracht werden. Es braucht einen leistungsfähigen Verkehrsmix und keine ideologische Konzentration auf einen einzigen Verkehrsträger.
Die richtige Lehre aus dem gescheiterten Ausbauschritt 2023
Die SVP begrüsst, dass der Bund mit «Verkehr ’45» Strasse und Schiene erstmals gemeinsam priorisiert. Das reine Strassenpaket «Ausbauschritt 2023» scheiterte am 24. November 2024 zwar an der Urne. Im Kanton St.Gallen stimmte die Bevölkerung der Vorlage jedoch mit 54,25 Prozent zu. Das Nein kam hauptsächlich aus Regionen ausserhalb der Ostschweiz. Der Konstruktionsfehler des damaligen Pakets war offensichtlich: Es enthielt keinen Bahnanteil. Der Bund zieht daraus nun die richtige Konsequenz. Für die SVP ist klar, dass es keine weitere Verzögerung geben darf.
Die 1987 eröffneten bestehenden Röhren des Rosenbergtunnels erreichen bis 2040 das Ende ihrer Lebensdauer und müssen gemäss ASTRA bereits ab 2037 umfassend saniert werden. Ohne eine dritte Röhre kann diese Sanierung nicht bewältigt werden, ohne dass der Verkehr in der Stadt St.Gallen kollabiert. Die SVP fordert deshalb die Realisierung der dritten Röhre bis spätestens 2040.
Engpassbeseitigung entlastet Wohnquartiere
Die SVP stützt sich auf das Verkehrsmodell des Kantons St.Gallen. Mit dem Zubringer Güterbahnhof sinkt der Verkehr auf der Teufenerstrasse im Quartier Riethüsli um rund 70 Prozent, auf der Oberstrasse um rund 21 Prozent und auf der St.Leonhard-Brücke um rund 16 Prozent. Diese Entlastung ist entscheidend. Der Verkehr, der heute wegen fehlender Kapazität auf Quartierstrassen ausweicht, verschwindet nicht, wenn auf die dritte Röhre verzichtet wird. Er bleibt dort, wo er heute bereits Wohnquartiere belastet.
Für die SVP ist zudem klar, worauf das Verkehrswachstum zurückzuführen ist: Zuwanderung führt zu mehr Autos, mehr Pendlerbewegungen und damit zu mehr Verkehr. Nicht ein Autobahnanschluss schafft diesen Verkehr. Er sorgt dafür, dass bestehender und wachsender Verkehr geordnet, sicher und möglichst quartierschonend abgewickelt werden kann.
Strasse und Schiene statt ideologischem Entweder-oder
Die SVP verlangt in ihrer Vernehmlassungsantwort ausdrücklich beides: die dritte Röhre des Rosenbergtunnels und das dritte Gleis zwischen St.Gallen und Gossau. Das dritte Gleis ist Voraussetzung für den seit dem Volksentscheid von 2010 verfolgten, bis heute nicht umgesetzten Viertelstundentakt.
Die Ostschweiz wurde beim Bahnausbau der vergangenen Jahrzehnte regelmässig übergangen. Das ist ebenso wenig hinnehmbar wie eine weitere Verzögerung beim Strassenausbau. Die SVP fordert den Ausbau des öffentlichen Verkehrs konkret und lösungsorientiert. Der Ausbau der Bahn muss zusätzlich zum Strassenausbau erfolgen und darf nicht ideologisch an dessen Stelle gesetzt werden.
«Die SVP St.Gallen fordert vom Bund eine Verkehrspolitik, die der ganzen Region dient: die dritte Röhre bis spätestens 2040 und das dritte Gleis nach Gossau. Die Ostschweiz hat lange genug gewartet.»
Für Fragen zum Artikel stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung
David Vosseler
Präsident SVP Stadt St.Gallen
E-Mail: David.Vosseler@svp-stgallen.ch
Kevin Loosli
Sekretär SVP Stadt St. Gallen
E-Mail: Kevin.loosli@jsvp-sg.ch
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